Wie der stationäre Handel sich neu erfindet
Der Einzelhandel vor Ort erlebt eine Transformation. Wir schauen uns an, welche Konzepte funktionieren und welche Läden gerade wieder boomen.
Mehr erfahrenDer Online-Handel wächst weiter, aber nicht überall gleich schnell. Welche Kategorien boomen und wo verlangsamt sich das Wachstum?
Der Online-Handel ist längst nicht mehr nur ein Nischenkanal — er’s ein zentraler Pfeiler des Einzelhandels geworden. Im Jahr 2025 haben deutsche Konsumenten online etwa 70 Milliarden Euro ausgegeben, Tendenz steigend. Aber hier’s der wichtige Teil: Das Wachstum verteilt sich sehr ungleich. Während Mode und Elektronik weiterhin boomen, kämpfen andere Kategorien mit Stagnation.
Was genau treibt diese Unterschiede? Und was können Einzelhändler daraus lernen? Diese Fragen beantworten wir mit aktuellen Zahlen und konkreten Einblicken.
Nicht alle Branchen profitieren gleich vom Online-Boom. Manche Kategorien wachsen Jahr für Jahr zweistellig, während andere stagnieren oder sogar schrumpfen. Das’s ein wichtiger Unterschied.
Mode und Accessoires führen weiterhin die Liste an — mit etwa 9,5% Wachstum pro Jahr. Das liegt einfach daran, dass Online-Shopping für Kleidung zur Normalität geworden ist. Verbraucher vertrauen den Rückgaberichtlinien, die Produktfotos sind besser geworden, und die Lieferzeiten sind schneller.
Elektronik und IT-Produkte zeigen solides Wachstum von etwa 6-7%. Hier spielen Preisvergleiche und Bewertungen eine große Rolle — Käufer recherchieren online intensiv, bevor sie kaufen. Möbel und Heimdekoration wachsen schneller als gedacht, etwa 8% pro Jahr. Viele Verbraucher haben ihre Wohnungen nach der Pandemie neu eingerichtet.
Schnelle Wachstumsmärkte: Mode (+9,5%), Möbel (+8%), Elektronik (+6,5%), Kosmetik (+7%)
Es gibt aber auch Kategorien, wo das Online-Wachstum deutlich schwächer ist. Lebensmittel zum Beispiel. Viele Deutsche geben zu, dass sie Obst und Gemüse lieber anfassen möchten, bevor sie kaufen. Der Marktanteil von Lebensmitteln im E-Commerce liegt bei etwa 2-3%, obwohl der Sektor insgesamt größer ist als Mode.
Auch Getränke wachsen online nicht besonders schnell. Die Lieferkosten sind hoch, das Produkt ist schwer, und viele Kunden haben lokale Läden im Vertrauen. Ähnlich sieht’s bei Drogerie- und Apothekenprodukten aus — das Wachstum ist da, aber deutlich langsamer als in anderen Kategorien.
Warum? Oft geht’s um Gewöhnung und psychologische Faktoren. Manche Käufer wollen ihre Produkte lieber in die Hand nehmen. Bei anderen spielen Lieferkosten und Zeitfaktoren eine Rolle — wenn man schnell etwas braucht, ist der Laden um die Ecke einfach praktischer.
Wie sieht’s in den nächsten 3-5 Jahren aus? Die Trends sind ziemlich klar. Der Online-Handel wird seinen Anteil weiter ausbauen, besonders in Kategorien, wo es noch Potenzial gibt.
Für 2026-2028 erwarten Experten, dass der Gesamtmarkt um etwa 5-7% pro Jahr wächst. Das’s etwas moderater als die Wachstumsraten der Pandemie-Jahre, aber immer noch solide. Besonders spannend: Mobile Commerce wird weiter an Bedeutung gewinnen. Etwa 60% aller Online-Einkäufe erfolgen bereits vom Smartphone aus.
70 Mrd.
Online-Umsatz 2025
5-7%
Jährliches Wachstum bis 2028
60%
Mobile-Einkäufe
Diese Zahlen und Trends haben konkrete Konsequenzen. Einzelhändler können nicht einfach sagen, “Online ist gesättigt” — das stimmt für manche Kategorien, aber nicht für andere. Die erfolgreiche Strategie heißt: spezialisieren und optimieren.
Verbraucher erwarten Lieferungen in 2-3 Tagen, nicht in zwei Wochen. Das bedeutet: bessere Logistik, mehr lokale Lager, oder Partnerschaften mit Lieferdiensten sind nicht optional, sondern notwendig.
Deine Website muss auf dem Handy funktionieren — perfekt. Nicht einfach “responsive”, sondern wirklich optimiert. Laden, Checkout, Zahlungsoptionen: alles muss schnell und einfach sein.
Erfolgreiche Online-Händler nutzen Kundendaten, um Empfehlungen zu geben. Was hat der Kunde gekauft? Was könnte er noch interessieren? Personalisierung erhöht den durchschnittlichen Bestellwert deutlich.
Reine Online-Händler und reine Läden verlieren. Wer erfolgreich sein will, braucht beide Kanäle. Online bestellen, im Laden abholen? Das’s schon Standard in erfolgreichen Unternehmen.
Der E-Commerce in Deutschland wächst weiter. Das’s Fakt. Aber das Wachstum ist nicht überall gleich. Mode, Möbel und Elektronik boomen. Lebensmittel und einige andere Kategorien hinken hinterher. Die Gründe sind nachvollziehbar — es geht um Vertrauen, Gewöhnung und praktische Faktoren.
Für Unternehmer und Einzelhändler bedeutet das: Verstehe deine Kategorie. Wo sind die Wachstumschancen? Wo sind die Hindernisse? Dann optimiere entsprechend. Schnelle Lieferungen, mobile Optimierung, gute Daten — das sind die Grundlagen. Wer das beherrscht, hat im E-Commerce der Zukunft gute Chancen.
“E-Commerce ist nicht das Ende des Einzelhandels. Es’s die Zukunft des Einzelhandels — und die wird omnichannel sein.”
Die in diesem Artikel präsentierten Zahlen und Prognosen basieren auf verfügbaren Marktforschungen und Analysen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung (März 2026). Die E-Commerce-Branche entwickelt sich schnell, und die tatsächliche Marktentwicklung kann von Prognosen abweichen. Diesen Artikel solltest du als informative Übersicht verstehen, nicht als Geschäftsratschlag. Für konkrete geschäftliche Entscheidungen empfehlen wir, aktuelle Marktberichte von spezialisierten Analysefirmen zu konsultieren.